Über uns

Dorfchronik

Ein langer Weg liegt zwischen dem Dorf Crutzem, welches im Jahre 1230 erstmalig im Zehntregister des Bischofs Gottschalk erwähnt ist, und unserem heutigen Dorf Krüzen.

Mitte des 12. Jahrhunderts betraten deutsche Siedler aus Westfalen und dem sächsischem Gebiet das slawische Dorf Crutzem. Über Jahrhunderte waren die Bauern und Kätner der adeligen Gerichtsherrschaft Gülzow zugehörig, um ihre Abgaben zu leisten.

Schwere Zeiten liegen hintern den Bürgern von Krüzen. Zum Beispiel wurde das gesamte Dorf im Jahre 1627 durch Tillys Kroaten eingeäschert. Lediglich eine Kuh blieb den Dorfbewohnern. Sie ließen sich aber niemals unterkriegen, standen stets fleißig und willig wieder auf und richteten den Blick in die Zukunft.

Um 1300 wurde die St. Martins-Kapelle erbaut, welche bis 1809 als Kapelle und anschließend auch als Schulraum genutzt wurde. Von 1835 bis 1968 wurde die Kapelle nur noch als Schulhaus mit Lehrerwohnung genutzt.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden 208 Heimatvertriebenen in Krüzen eine neue Heimat. Die alten und neuen Dorfbewohner lebten auf engstem Raum und mußten dabei viel Geduld und Verständnis aufbringen.

Anfang der fünfziger Jahren wurde neues Bauland für 15 Einfamilienhäuser geschaffen. Bis heute sind viele weitere Baugebiete dazugekommen.

Krüzen ist heute eine attraktive Gemeinde, welche nach einen Dorferneuerungsprogramm (1988 bis 2000) auch zum schönen Dorf 2009 und 2012 gekürt wurde. Heute stehen eine moderne Freiwillige Feuerwehr und eine ganztags geöffnete Kindertagesstätte zur Verfügung.

(Quelle: Die Ämter und ihre Gemeinden im Kreis Herzogtum Lauenburg ISBN 3-928874-06-3)

Anlässlich unserer 750-Jahrfeier hat der Hauptlehrer a.D. Heinrich Hoop für uns die Dorfchronik „Unser Dorf Krüzen – einst und jetzt“ erstellt. Hieraus folgt ein kleiner Auszug:

Fortsetzung und Nachkontrolle folgen…

Beginnt das Krüzener Protokoll- und spätere Chronikbuch 1908 mit der kaiserlichen Parole: „Mit Gott“, so schließt Hauptlehrer a.D. Heinrich Hoop am 20.03.1980 mit den Worten Martin Luthers: „Unser Herrgott segne unser Dorf und bewahre es vor allen Übeln und Fährnissen.“

1975

wurde das Gefriergemeinschaftshaus zum Dorfgemeinschaftshaus umbebaut. Im großen Gemeinschaftsraum finden seit Herbst 1979 die beliebten Seniorennachmittage statt.

In den 60er- und 70er-Jahren wurde in Krüzen gebaut wie nie zuvor! Jeder Altbau – ob Wohnhaus oder Stallungen wurde modernisiert. Ich zähle heute, am 10.02.1980 37 Neubauten und unsere 45 Haushaltungen 1937 mit 237 Einwohnern samt wechselnder Hilfskräften haben sich auf 82 Haushalte mit 285 Einwohner erweitert.

1956 bis 1959

Schwemme der Ereignisse in der Gemeinde Krüzen:

  1. Umlegung der Koppeln, Wiesen, Weiden und Holzungen. Dieser Flurbereinigung fielen etliche Kilometer Knick und viele seltene, heute geschützte Pflanzen zum Opfer (Sonnentau, Tausendgüldenkraut, Bergwohlverleih, Pfaffenhütlein u. a.).
  2. Unsere vielen rentablen Kiesgruben machten die Hungerbergsage wahr, die Unterirdischen hätten dort eine goldene Wiege vergraben.
  3. Die Kenna Bau AG baute die Bundesstraße 209. Der Busverkehr Schwarzenbek – Lauenburg, LKW und PKW führen durch unser Dorf. Nach der dörflichen Kanalisation und neuer Straßenbeleuchtung wurden Dorfstraße und Dorfplatz asphaltiert, die Feldwege beschottert, das Gefriergemeinschaftshaus eingeweiht und die Dorfbücherei im Klassenzimmer erhielt einen großen Rollschrank an der Westwand und als Krönung glänzte das Schulhaus ab 1959 mit Ölheizung, Wasserleitung, Bad, Küchenbekachelung, Farbe und Tapeten, Jägerzaun um den vergrößerten Schulhof, neuer Fahnenstange und Hissung der Bundesfahne zu allen Gelegenheiten. Krüzen wurde zu einem sehenswerten Dorf!
  4. Darauf wurden Amtmann Otto Peters und Bürgermeister Paul Schlage mit 38 Amtmännern und Bürgermeistern unseres Kreises durch Vermittlung von Fürst Otto von Bismarck als Gäste des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung als Gäste 1959 vier Tage nach Bonn eingeladen. Die Lübecker Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe vom 1. Februar 1959 auf 2 Seiten auch mit Fotos von den Erlebnissen unserer wackeren 40 Männer (Schulchronik Seite 45 – 48).

1953

pflanzten wir unter Mithilfe von Herrn Scharping, Herrn Siemens und Herrn Ulrich unseren Schulwald. (Schulchronik Seiten und Aufsatzmappe) Heute (1980) ist die Pflanzung zu einer stattlichen Buschkoppel herangewachsen. In jedem Jahr feierten wir festlich im Beisein von Herrn Amtmann Peters, Bürgermeister Schlage, Oberförster Winkler und etlichen Eltern im Schulwald am Teich oder in der Klasse den Tag des Baumes.

ab 1953

nimmt Krüzen stets am Schönheitswettbewerb der Dörfer des Kreises Herzogtum Lauenburg teil und erhielt immer das hölzerne, wappengeschmückte Ehrenschild „Schönes Dorf“, sowie Preise in Metall, Keramik und Fotos.

1952

brachten Fürst und Fürstin Bismarck persönlich Krüzen Vertriebenen und Bombengeschädigten die große Schwedenspende an Kleidung und Mobiliar auf Lastzug und Anhänger. Die Verteilung fand im Klassenzimmer statt.

1951

wurde die 14 Morgen große Schulkoppel zur Bebauung freigegeben. Heinrich Mathiesson eröffnete den Bau-Reigen; heute 1980, zieren die Koppel 18 Neubauten

Der Kleingartenverein von 1946 mußte seine Parzellen räumen und pachtete vom Bauer Heinrich Brachmann einen Teil seiner Kirschweg-Koppel, den er 1960 mit seiner Auflösung zurückgab. Die Kleingartenerntefeste begannen mit buntgeschmückten Blumen- und Obstkleinwagen mit einem Umzug durchs Dorf – auch hier, wie beim Kindervogelschießen, angeführt von unserer beliebten Blasmusik-Kapelle Petrell.

1948

Am 20. Juni Währungsreform in der BRD. Alles Bargeld mußte abgegeben werden und jeder Einwohner bekam 40 Deutsche Mark (DM).

1947

Aus der Vierzonenteilung (Amerikaner, Franzosen, Engländer und Russen) gingen die Bundesrepublik Deutschland (BRD) / Westdeutschland und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) / Ostdeutschland unter strengster Teilung durch Mauern, Drahtverhaue und Minenfelder seitens der DDR hervor.

Wir verloren Ost- und Westpreußen, Ober- und Niederschlesien, Memel- und Sudetenland, Ostpommern mit Stettin, die Neumark jenseits der Oder, abermals Elsaß-Lothringen, Eupen und Malmet. „Die Ostmark“ wurde als Österreich mit 7 Bundesländern und der Hauptstadt Wien als neutraler Staat von uns getrennt.

Die Entnazifizierung:

Alle deutschen Männer und Frauen, die dem Nationalsozialismus in irgend einer der NS-Organisationen gedient hatten, mußten Fragebogen ausfüllen und wurden zunächst aus ihren Ämtern entlassen. Bauern und Gewerbetreibende unter Treuhänderschaft gestellt. Entnazifierungskommissionnen teilten sie je nach dem Amt, das sie verwalteten in fünf verschiedene Gruppen ein. Heinrich Hoop wurde in Gruppe IV eingestuft, war seit März 1945 arbeitslos, wurde dann Holzarbeiter mit Schwerstarbeiterzulage und alle 26 Arbeitstage eine Zuteilung von 1 RM Buchenklobenholz. Ein Jahr später fungierte er als „Kartoffelkäferbekämpfungsbezirksobmann“ über 14 Dörfer mit „Leihfahrrad“.

Am 16.01.1948 wurde die Volksschule zweitklassig (76 Kinder). Er wurde wieder eingesetzt, übernahm die Oberstufe und Hermann Affeldt das 1. bis 4. Schuljahr. Ab 01.04.1951 wurden wir wieder einklassig.

Ab 1947 gibt es für Krüzen eine neue Zeitrechnung:

„Krüzen vor’m Beschuss, Krüzen nach’m Beschuss.“

1939 bis 1945

Auf unseren Höfen arbeiteten Polen und nacheinander französische und jugoslawische Kriegsgefangene, sowie polnische und russische Verschleppte. Nach deren Heimkehr halfen die Ostvertriebenen auf unseren Höfen (Impflisten). Krüzen hatte derzeit 378 Einwohner.

Am 27./28. April 1945 lag Krüzen unter Beschuß und hatte anschließend Engländer als Besatzung. Stark beschädigte Häuser, Tote und Verwundete in den Scheunen und Häusern, ganz junge Gefallene in der Feldmark, verblutetes Vieh auf Wiesen und Weiden.

Juli 1943

Krüzen nahm 106 ausgebombte Hamburger auf, die später teilweise weiter- bzw. zurückzogen. Einige Familien blieben hier.

1939 bis 1945

Der zweite Weltkrieg. In treuer soldatischer Pflichterfüllung starben 19 Krüzener Männer den Heldentot für Führer und Vaterland. Hierdurch waren drei Krüzener Höfe ohne leiblichen Erben.

1933 bis 1945

Das national-sozialistische Deutschland. In dieser Zeit bauten viele unserer Krüzener Bauern zum größten Teil auf den alten Grundfundamenten.

1932

gehörten auch viele Krüzener zu den 7 Millionen Arbeitslosen in der „Weimarer Republik“.

November 1923

Ende der entnervenden Inflationszeit. 13 Billionen Reichsmark für eine Rentenmark. Auch Krüzener wohlhabende Altenteiler wurden zu bedürftigen Kleinrentner.

1920/21

Kinder aus dem französisch besetzten Ruhrgebiet wurden in Krüzener Hausstände aufgenommen und besuchten unsere Schule.

11.11.1918

Deutschland eine Republik. Wir verloren Elsaß-Lothringen, Eupen-Malmedy, Nord-Schleswig, die Provinz Posen und einen Teil Westpreußens mit Danzig und das Memelland sowie unsere Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien.

1914 – 1918

Im ersten Weltkrieg fielen für Kaiser und Reich 13 Krüzener Männer.

1871 – 1918

Drei Preußenkönige waren unsere Kaiser.

1880

Die Freiwillige Feuerwehr Krüzen wurde gegründet.

1876

Neubau eines Schulhauses. Das alte Schulhaus kaufte Wulff, Lütau, Gööskamp. Es wurde wieder aufgebaut. Das neue Schulhaus aus Steinen der Krüzener Haackschen Ziegelei wurde im Lohmeyerschen Stil (Kreisbaumeister) gebaut.

1872

14 Krüzener Erbpächter wurden Eigentümer.

1870/71

Krieg mit Frankreich. Kaiser Wilhelm I. schenkte Fürst Otto von Bismarck, unserem ersten Reichskanzler, aus Dankbarkeit für die Kaiserkrönung zu Versailles den Sachsenwald und dessen Domänen.

1866 bzw. 1872 bis 1945

Schleswig-Holstein und Lauenburg werden preußische Provinz.

1843

Krüzener Münzenfund (Europäische Münzen bis Ende 15. Jahrhunderts, heute im Gottorfer Museum)

1865

Das Herzogtum Lauenburg bietet sich Preußen an und erhält viele Sonderrechte (Domänen, Wälder, Eisenbahn- und Wegerechte).

1848/66

Schleswig-Holstein kämpfte um seine Freiheit, das Herzogtum Lauenburg beteiligte sich nicht -„wir müssen unseren Kohl pflanzen“ (Kohlplanters!).

1842

wurde unsere Chaussee Lauenburg – Schwarzenbek gebaut.

1816

nach dem Wiener Kongress bis 1864 wir unter Dänischer Krone. Die dänischen Könige waren unsere Herzöge.

1809

Die Krüzener Erbpächter teilen sich das Kapellenland bis auf die 14 Morgen große Schulkoppel nördlich des Dorfes und zahlten von da an die Pacht in die Schulkasse.

1835/38

zum Schulhaus mit Lehrerwohnung umgebaut

1.809 nach Chr.

wurde die Kapelle als Schulraum benutzt.

1.803 bis 1.815

Französische Invasion in Krüzen. Sie benutzten die St. Martins-Kapelle als Pferdestall. Drei Franzosen fielen im Kampf mit Lützows Freischaren und wurden auf dem Kapellenfriedhof bestattet. (Im Schulgarten wurden 1.952 beim Neubau der Toiletten Gerippe ausgegraben.

1.782 bis 1.785

die Krüzener Verkoppelung unter Amtmann Campe, Schwarzenbek (1.759 – 1.829)

1.719 nach Chr.

Hans von Dalldorf-Wotersen gab seine 2 Erbpacht-Hufen an die Schack auf Gülzow.

von 1.690 bis 1.815

Krüzen unter Hannover – England – Krone, In der Zeit kam der Pferdekopf vom hannoverschen Schimmel ins Lauenburger Wappen.

1.689 nach Chr.

starben die Askanier Herzöge aus. Mit Julius-Franz dem Besten.

1.655 bis 1.855

hatten die Hufner Trost erblich das Bauernvogtamt inne.

1.673 nach Chr.

stiftete Jürgen Trost der Jüngere den Predigtstuhl in der Kapelle – 20 Thaler

1.667 nach Chr.

Meineke Schumachers Witwe 30 Thaler stiftete so wie auch die Altarbekleidung in der Kapelle.

1.618 bis 1.648 nach Chr.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Krüzen 1.627 von Tillys Kroaten vollständig eingeäschert. Hufner Peters baute sich in der östlichen Krattheide eine Hütte; denn der Aufbau wurde von den Schweden im Nordischen Krieg (1.655 bis 1.660) so gestört, daß den Krüzenern nur eine Kuh verblieb (Bericht von Johann Bielefeld) Pest, Blattern und Hungersnöte ließen ganze Dörfer aussterben.

Die Kroaten raubten Anno 1.627 u.a. auch die Kapellenglocke. Zu deren Neuguß in Lübeck – Preis 115 Thaler-

1.531 nach Chr. Reformation

Krüzen wird evangelisch-lutherisch

1.454 nach Chr.

verpfändete der Ritter Otto Schack (Gülzow) an den Herzog Bernhard die Hufe Koldenhofe, die Anno 1.627 von Kroaten eingeäschert und nicht wieder aufgebaut wurde.

um 1.300 nach Chr.

wurde in Krüzen die St. Martins Kapelle gebaut und mit reichlichem Kapellenland bedacht. Eingepfarrt war Krüzen zuerst nach Hohenhorn und später nach Lütau.

1.530 nach Chr.

3 Bauern (geele Schoh) dem Herzog: Vicke Schiff, Vicke Trost und Reimer Alberdes

6 Bauern: Schurke Pemöller, Vicke Trost jun., Henrike Schiff, Franke und Beneke Alberdes dem Ludolf Schack auf Gülzow und

3 Bauern: dem Hans von Dallsorf auf Wotersen Frondienst, d.H. Hand- und Spanndienste leisten mußten, das waren: Hinrich Schoff jun., Ole Bernt und Hein Symann.

Der Volksmund berichtet: Vom Fehmgericht zu Hamwarde wurde Hans von Schack auf Gülzwo gekidnappt, wegen Bauernlegen zum Tode verurteilt, auf dem Sühnberg daselbst an den Galgen gehängt und seine Leiche nebenan in Düwels Backaaben verbrannt.

Den Fürstendamm vom Lauenburger Jagdschloss durften die Bauern nicht befahren, für sie war der Krüzener Moorweg da.

um 1.200 nach Chr.

entwickelte sich hier bei uns das Faustrecht, das Raubritterunwesen an der Salzstraße und das Bauernlegen so, daß

1.180 nach Chr.

Herzog Bernhard von Askanien baute die Lauenburg und wird Herzog von Lauenburg.

1.230 nach Chr.

im Zehnten-register des Bistums Ratzeburg so genannt wird.

1.129 bis 95 nach Chr.

Heinrich der Löwe vertrieb die Polaren und Obotriten aus ihren Orten und setzte in 6er und 12er Gruppen Bauern aus Niedersachsen, Holstein, West- und Ostfalen, Ungern und Friesland ein. Krüzen = westfälisch besiedelt. Der Drost führte die 12. Gruppe. Drost = heute Familienname Trost (Landedelmann) führte die Gruppe an. Heinrich der Löwe ließ durch die Sadelbande, die Salzstraße, unseren Krüzener Steindamm bauen, die Lüneburg, die Salzstadt mit seiner neu gegründeten Ostseestadt Lübeck verband. Krusin wurde umgetauft in Crutzem, das

um 800 nach Chr.

Karl der Große (768 bis 814) gründete Bardowick, „Christianisierte“ jenseits und diesseits der Elbe mit Kriegern gegen Sachsen und Slawen, sein Sohn und sein Enkel bauen die ERTHENE-BURG und den Grenzwall LIMES SAXONIAE mit Ringwällen und errichteten im heutigen südlichen Lauenburg die Mark Sadelbande.

375 nach Chr.

Hunnenstürme brachten die Völker ins Wandern. Der warme Süden lockte auch die Langobarden. Ins dünn besiedelte Land sickerten immer stärker die slawischen Polaben ein, drangen bis zur Bille vor und gründeten unter vielen anderen das Wehrdorf, den Rundging KRUSIN = Kiesort. Nach Eggers – nach Traummann: Dorf des Sanftmütigen im Gegensatz zu Ljütow = Dorf des Wilden.

7 bis 9 nach Chr.

Die Römer drängten bis zur Elbe vor. Das Orakel zu Artlenburg: germanische Seherin warnte den Feldherrn Dursts, der sich später in sein Schwert stürzte.

Zeitwende: Christi Geburt zu Bethlehem in Palästina.

800 vor Chr.

Bei uns siedelten auf Einzelhöfen die germanischen Langobarden diesseits und jenseits der vielarmigen Elbe. (Barförde und Bardowick).

Langobarden = Langschwertträger

Sachsen = Sachs-Kurzschwert

1.800 vor Chr.

Bronzezeit. Stötebrücker Urnengräber, die Lehrer Albin Voigt, Basedow 1932 aushob. Königsgräber Grünhof und Gülzower Gräberfeld. (Anno 1.400 – 1.100 vor Chr.)

2.200 vor Chr.

Jüngere Steinzeit. Bauer Erich Oetjen sen. fand auf dem Kamp fein gearbeitete Harpunenspitze aus braunem Flint. (heute Gottorfer Landesmuseum)

4.500 vor Chr.

Älteste Steinzeit. Reste der Riesengräber sind die Schalensteine (Opfersteine?) von der Krüzener „oolen Heed“ und „Steinrie“ in Rieges und Scheskes Hoffelsenmauern, die Kreisarchivar Dr. Langenheim Anfang der 50-iger Jahre entdeckt.

10.000 vor Chr.

Ende der letzten Vereisung. Über das zwischeneiszeitliche Torflager, das am Lauenburg Oberstleutnantsweg zutage tritt, bildeten sich die flachen, vermoorenden Urstromtäler des Augrabens, der Linau und der Delvenau sowie die Auswaschungstäler (Erosion) zur Elbe; heute Maxgrund, Großer Sandberg, Hohler Weg, Graben, Kuhgrund, Glüsinger Grund, Sandkrugschlucht und andere westwärts. Die Rentierjäger lebten hier. Funde in Hamburg-Maiendorf, Duwensee, Kuddewörde, Dargow.